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Polizeipräsidium Ludwigsburg

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Ludwigsburg (ots)

Im Laufe der letzten zwei Wochen häuften sich die Mitteilungen über sogenannte Schockanrufe aus den Kreisen Böblingen und Ludwigsburg.Dabei meldeten sich angebliche Polizeibeamtinnen bzw. -beamte per Telefon und gaben vor, nahe Familienangehörige (z.B. Tochter, Sohn oder Enkelkinder) hätten einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem andere Personen tödlich verunglückt seien. Die jeweiligen "Unfallverursacher" müssten nun in Untersuchungshaft genommen werden, sofern nicht eine höhere fünfstellige Bargeldsumme als Kaution bezahlt werde oder alternativ Goldmünzen, Schmuck und ähnliche Wertsachen hinterlegt würden.In anderen Fällen gaben sich die Anrufenden als Bankmitarbeitende aus und gaben vor, dass auf den Konten der kontaktierten Personen verdächtige Abbuchungen stattgefunden hätten bzw. die Angerufenen Opfer eines Hackerangriffs geworden seien. Um dies zu beheben, forderten die Anrufenden Zugriff auf das Online-Banking. Anschließend wurden von den Betrügern diverse Überweisungen von den Konten der Opfer getätigt.

Außerdem gaben sich Täter, als angebliche Ärzte aus und versuchten, die Angerufenen unter Druck zu setzen, indem sie vortäuschten, dass ein naher Angehörige dringen Medikamente bräuchte. Die kontaktierte Person solle diese Medikamente bezahlen.

Zwischen dem 15.06.2026 und dem 23.06.2026 wurden sieben Straftaten angezeigt. Die Zahl der tatsächlich erfolgten Anrufstraftaten dürfte erfahrungsgemäß weit höher liegen. Viele Angerufene durchschauen die von den Betrügern genutzten Maschen sehr schnell und beenden das Gespräch in der Folge.

In einem Fall, der sich in Schwieberdingen ereignete. Gab sich ein Unbekannter gegenüber dem lebensälteren Opfer am Telefon als Arzt aus. Der Täter setzte sein Opfer so unter Druck, dass die Frau Schmuck im Wert von circa 80.000 EUR zur Verfügung stellte. Der Schmuck wurde von einer unbekannten weiblichen Person abgeholt.Die Geschädigte stellte den Betrug erst am nächsten Tag fest, als sie einen Krankenbesuch machen wollte.

In den anderen Fällen, bei denen es zu einem Vermögensschaden von insgesamt circa 200.000 Euro kam hatten Unbekannte sich am Telefon als Bankmitarbeitende ausgegeben.

In zwei Fällen, in Korntal-Münchingen und Freiberg am Neckar, wurde von den Opfern Zugriff auf das Online-Banking gewährt und von den Tätern mehrere Überweisungen getätigt.

In vier weiteren Fällen in Weissach, Rutesheim, Weil im Schönbuch und Schönaich wurde von einer angeblichen Bankmitarbeiterin angegeben, dass diverse Aktionen auf den Konten der Opfer stattfanden und die EC-Karten gesperrt werden müssten. Die EC-Karten würden von Mitarbeitenden der Bank abgeholt. Die Anruferin agierte am Telefon so geschickt, dass die Opfer die PIN der EC-Karten auch herausgaben.Die EC-Karten wurden abgeholt und im Anschluss hoben die Täter Bargeld von den Konten ab..

Das können Sie tun, um sich und andere vor Telefonbetrügern zu schützen:

 - Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. - Seien Sie stets misstrauisch. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft holen Geld oder Wertgegenstände bei Ihnen ab, um sie in Sicherheit zu bringen oder eine Kaution zu erheben. - Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, beenden Sie das Gespräch und wählen die Notrufnummer 110, um festzustellen, ob Sie wirklich Polizeibeamtinnen oder Polizeibeamten telefoniert haben. - Sprechen Sie mit Vertrauten in Ihrem persönlichen Umfeld über verdächtige Anrufe. - Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. - Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Nur so werden Sie Betrüger los. Das ist keinesfalls unhöflich. - Informieren Sie Ihre lebensälteren Familienmitglieder über diese Betrugsformen.

Weitere Tipps und Hinweise erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-durch-falsche-polizisten/

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Ludwigsburg
Telefon: 07141 18-8777
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
http://www.polizei-bw.de/

Original-Content von: Polizeipräsidium Ludwigsburg, übermittelt durch news aktuell

Pressemeldung Original Link:

https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110974/6301516

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