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Innenminister Thomas Strobl erinnert an die Unterzeichnung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen vor 75 Jahren in Stuttgart – und hebt ihren bleibenden Beitrag zum Wiederaufbau und zur europäischen Versöhnung hervor.

Stuttgart. Vor genau 75 Jahren wurde in Stuttgart ein bedeutendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte geschrieben: die Charta der deutschen Heimatvertriebenen. Zum Gedenktag erinnert der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Baden-Württembergs, Thomas Strobl, an die historische Tragweite dieses Dokuments – und an den bleibenden Beitrag der Heimatvertriebenen zur Entwicklung des Landes.

„Die Charta war und ist für die weitere Entwicklung unseres ganzen Landes von großer Bedeutung“, so Strobl. Die Heimatvertriebenen hätten nicht nur auf radikale Forderungen verzichtet, sondern aktiv am Wiederaufbau Deutschlands und Europas mitgewirkt. Mit Weitsicht und Verantwortungsbewusstsein hätten sie sich für ein friedliches, freiheitliches Europa eingesetzt – ein Anliegen, das in der Nachkriegszeit fast visionär wirkte.

Verzicht auf Rache als Zeichen der Versöhnung

Die Heimatvertriebenen bekannten sich in der Charta ausdrücklich zu einem Verzicht auf Rache und Vergeltung. Diese Haltung ebnete laut Strobl den Weg zur Verständigung mit den europäischen Nachbarn – und markierte einen bewussten Ausstieg aus dem Kreislauf von Krieg und Vertreibung.

Beitrag zum Wohlstand und zur Landesgründung

Strobl würdigte auch den kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beitrag der Heimatvertriebenen:

„Ohne ihre Arbeitsleistung hätten wir nicht diesen Wohlstand. Ohne ihre klare Haltung bei der damaligen Volksabstimmung gäbe es das Land Baden-Württemberg gar nicht.“

Besonders hob er das Engagement der Heimatvertriebenen für Integration und ihren Wunsch nach Lastenausgleich hervor. Ihr Einsatz für Frieden und Freiheit sei nicht nur historisch relevant, sondern auch heute ein Vorbild.

Landesregierung bleibt engagiert

Als Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler betont Strobl die fortwährende Bedeutung der Erinnerung an diese Leistungen – und das politische Ziel, das kulturelle Erbe der Heimatvertriebenen lebendig zu halten.

 

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