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Bondorf, die südlichste Gemeinde des Regierungsbezirks Stuttgart, hat eine lange und bewegte Geschichte. Vom fruchtbaren Siedlungsgebiet der Jungsteinzeit über eine römische Villa Rustica bis hin zur modernen Infrastruktur – die Entwicklung des Ortes zeigt eindrucksvoll, wie Tradition und Fortschritt miteinander verschmelzen.

Frühgeschichte und römische Besiedlung

Die Region um Bondorf war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Ein bedeutendes Zeugnis der römischen Besetzung ist die „Villa Rustica“, die 1975 großflächig ausgegraben wurde. Mit einer Fläche von 2,5 Hektar und zwölf Gebäuden zählte sie zu den größten römischen Gutshöfen im südwestdeutschen Raum.

Mittelalter und Neuzeit: Vom „Baumdorf“ zur württembergischen Gemeinde

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bondorf im Jahr 1150 in Dokumenten des Klosters Reichenbach. Ursprünglich als „Baumdorf“ bekannt, wurde der Ort 1363 Teil der Grafschaft Württemberg. In späteren Jahrhunderten prägten verheerende Brände das Ortsbild, führten jedoch auch zu einer modernen und strukturierten Bebauung.

Bildung und Infrastruktur: Meilensteine der Gemeindeentwicklung

Die schulische Entwicklung begann mit der „großen Kirchenordnung“ von 1559. Die erste unabhängige Schule wurde 1819 errichtet. In den folgenden Jahrzehnten entstanden weitere Schulgebäude, bis schließlich 1962 das heutige Schulzentrum eingeweiht wurde.

Wichtige infrastrukturelle Fortschritte brachte das 20. Jahrhundert: 1879 erreichte die Eisenbahn Bondorf, 1905 wurde die Gäuwasserversorgung gegründet, und 1907 erhielt die Gemeinde erstmals elektrischen Strom. Nach den beiden Weltkriegen prägten Wiederaufbau und Wohnraumschaffung die Gemeindeentwicklung.

Wirtschaftswachstum und moderne Stadtentwicklung

Ab den 1970er Jahren setzte Bondorf verstärkt auf wirtschaftliches Wachstum. Neue Gewerbegebiete wie „Am Römerfeld“ (1998) und die Erweiterung um 1,1 Hektar (2009) stärkten den Standort. Auch der Bau einer 27-Loch-Golfanlage in Niederreutin förderte den Tourismus.

In den 2000er Jahren wurde mit dem Vereins- und Kulturzentrum Zehntscheuer sowie dem Pflegeheim „Am Rosengarten“ die Lebensqualität weiter verbessert. Die Sanierung des Ortskerns, ein Parkhaus mit 261 Stellplätzen und die Erweiterung der Sportanlagen unterstreichen die positive Entwicklung.

Dank der engen Zusammenarbeit von Gemeinderat, Verwaltung und Bevölkerung verbindet Bondorf erfolgreich Tradition mit Moderne – und blickt optimistisch in die Zukunft.

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