Mühlacker, 24. Juni 2025 – In Reaktion auf die jüngste Berichterstattung zur Herrenwaagbrücke in Mühlacker betont das Regierungspräsidium Karlsruhe: Die angewandte Bauweise der neuen Brücke ist fachlich fundiert, üblich im Brückenbau – und stellt die Lebensdauer des Bauwerks in keiner Weise infrage. Die Kritik des Ingenieurbüros Dähn, wie sie unter anderem in der Pforzheimer Zeitung am 14. Juni geäußert wurde, weist die Behörde entschieden zurück.

Fachlich bewährte Bauweise – kein Risiko für die Dauerhaftigkeit

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die sogenannte Quervorspannung der Brückenspannglieder – eine Technik, die laut Regierungspräsidium in dieser Form gezielt eingesetzt wurde, um den besonderen örtlichen Bedingungen gerecht zu werden. Da das Gelände rund um die Herrenwaagbrücke durch enge Platzverhältnisse, nahegelegene Kreisverkehre und die Gewässerlage komplexe Anforderungen stellte, wurde eine angepasste Bauweise entwickelt, die optimal auf diese Situation zugeschnitten ist.

„Die Quervorspannung mit Verbund wurde bewusst gewählt, um das Tragverhalten zu optimieren“, so das Regierungspräsidium. Die Entscheidung sei technisch nachvollziehbar, rechnerisch abgesichert und durch das Verkehrsministerium Baden-Württemberg genehmigt worden.

Risse vorhanden, aber unbedenklich

Auch zu den im Zuge der ersten Hauptprüfung im Jahr 2023 festgestellten Rissen nimmt die Behörde Stellung: Die feinen Risse in den Brückenkappen sowie den sogenannten Kämpfern – den Übergangsbereichen zwischen Brückenbogen und Unterbau – seien dokumentiert und bereits behandelt worden. Sie stellen laut Behörde keine Gefahr für die Standsicherheit oder die Dauerhaftigkeit der Brücke dar.

Die Kappen sind baulich getrennte Elemente, die ohnehin regelmäßig gewartet oder ersetzt werden müssen. Die eingesetzten Edelstahlbewehrungen erhöhen zusätzlich die Korrosionsbeständigkeit. Alle Risse, die breiter als die Norm vorgibt, wurden verpresst und versiegelt.

Brückenzustand: Von „ausreichend“ zu „gut“

Bei der ersten Hauptprüfung vor der offiziellen Abnahme erhielt die Brücke zunächst die Zustandsnote 2,5 – ein „ausreichender“ Zustand. Nach Beseitigung der Mängel, vor allem im Bereich der Kämpfer, geht das Regierungspräsidium aktuell von einer Zustandsnote 1,9 aus – das entspricht einem guten Zustand. Eine endgültige Bewertung erfolgt mit der nächsten Hauptprüfung.

Aufruf zur Sachlichkeit

In Anbetracht der öffentlichen Diskussion ruft das Regierungspräsidium zu einer Versachlichung der Debatte auf. Die Vorwürfe seien fachlich nicht haltbar und könnten das Vertrauen in eine moderne Infrastruktur unnötig untergraben. „Es handelt sich um ein technisch solides Bauwerk, das langfristig für die Region wichtige Verkehrsverbindungen sichert“, so die Behörde.

Quelle Regierungspräsidium Karlsruhe

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