Uraufführung „Das goldene Tor“ feiert Pforzheims Klang

Wie klingt Heimat? Ein neues Orchesterwerk widmet sich der Geschichte und Gegenwart Pforzheims. Am 18. Januar 2026 erlebt „Das goldene Tor“ seine Uraufführung – ein musikalisches Porträt der Goldstadt.

Welche Klangfarben erzählen von Vergangenheit und Vielfalt einer Stadt? Diese Frage steht im Zentrum des neuen Orchesterwerks „Das goldene Tor“ des preisgekrönten Filmmusik-Komponisten Ali N. Askin. Die eigens für Pforzheim geschaffene Komposition wird am Sonntag, 18. Januar 2026, um 18 Uhr im CongressCentrum Pforzheim uraufgeführt – im Rahmen des 3. Sinfoniekonzerts „Heimatgefühle“.

Es konzertiert die Badische Philharmonie Pforzheim unter der Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Inbal. Askin entwickelte für das rund 30-minütige Werk eine bildhafte Klangsprache, die zentrale Stationen der Stadtgeschichte aufgreift: von der Römerzeit über Schmuck- und Uhrenindustrie, die Rassler und Bertha Benz’ erste Autofahrt bis hin zu den Jahren 1933 bis 1945 sowie dem humanistischen Erbe Johannes Reuchlins und dessen Bedeutung für die heutige Stadtgesellschaft.

„Pforzheim bietet viele spannende Themen, die sich musikalisch gut umsetzen lassen“, sagte Askin im Pressegespräch. Für jedes Sujet habe er eine eigene klangliche Handschrift entworfen. Generalmusikdirektor Inbal würdigte Askin als musikalisches Multitalent, das stilistisch breit aufgestellt ist und sowohl mit Frank Zappa als auch mit Opernhäusern gearbeitet hat.

Ein besonderes Zeichen für bürgerschaftliche Teilhabe setzt die Mitwirkung lokaler Ensembles: Der Spielmannszug der Feuerwehr Pforzheim sowie der Chor des Vereins für klassisch-türkische Musik Pforzheim e.V. bereichern die Uraufführung mit über 50 Mitwirkenden. Im Finale sollen sie die Buntheit und Vielfalt der Stadtgesellschaft hörbar machen. Ergänzend werden Texte, gelesen vom Schauspieler Max Ranft, Teil der Komposition sein.

Abgerundet wird der Konzertabend mit sinfonischen Dichtungen aus dem Zyklus „Má Vlast“ („Mein Vaterland“) von Bedřich Smetana, darunter das weltbekannte Werk „Die Moldau“. Für die Unterstützung des Projekts dankten Askin und Inbal dem Intendanten Markus Hertel, dem Geschäftsführenden Direktor Uwe Dürigen sowie der Werner Wild-Stiftung, vertreten durch Carsten von Zepelin.

 

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