Dachshöhle, Amphibiengewässer und Dolinen: Rund 35 Teilnehmende folgten der Einladung zur Umweltwanderung am Hohberg – mit Einblicken in regionale Naturschutzmaßnahmen und seltene Lebensräume.

Pforzheim. Naturschutz zum Anfassen: Rund 35 interessierte Bürgerinnen und Bürger, Mitglieder des Gemeinderats sowie lokale Naturschutzbeauftragte sind am vergangenen Sonntag der Einladung von Umweltbürgermeister Tobias Volle zur Umweltwanderung am Hohberg gefolgt. Gemeinsam mit dem Amt für Umweltschutz erkundete die Gruppe die besonderen ökologischen Strukturen und Schutzmaßnahmen rund um die Deponie Hohberg – bei angenehmem Wetter und lebendigem Austausch.

„Ich freue mich bereits jetzt auf die nächste gemeinsame Wanderung, denn sie zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, sich mit der heimischen Natur auseinanderzusetzen und wie lebendig Umweltbildung sein kann“, resümiert Bürgermeister Volle nach seiner ersten Umweltwanderung.

Naturschutzmaßnahmen vor Ort erleben

Der rund drei Kilometer lange Rundweg führte durch einen naturnah bewirtschafteten Wald, in dem vielfältige Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung bereits umgesetzt wurden. Die Teilnehmenden erhielten Informationen zur langfristigen Nachsorge von Eingriffen im Deponiebereich – ein wichtiger Baustein für den nachhaltigen Schutz der Umwelt.

„Es ist etwas ganz anderes, Naturschutzmaßnahmen direkt vor Ort zu erleben, als immer nur auf dem Papier zu lesen“, betonte Bürgermeister Volle beim Zwischenstopp an einem neu geschaffenen Amphibiengewässer.

Lebensraum für seltene Arten

Ein besonderer Fokus lag auf den neu angelegten Amphibienbiotopen, die Lebensräume für streng geschützte Arten wie den Springfrosch, die Gelbbauchunke, die Erdkröte, sowie Berg- und Teichmolch bieten. Darüber hinaus wurden ökologische Ausgleichsflächen für den Fitis, eine geschützte Vogelart, vorgestellt – sie zeichnen sich durch strukturreiche Lebensräume aus, die zur Erhaltung der Artenvielfalt beitragen.

Dolinen und Dachsburg: Geologie und Tierwelt im Blick

Auch die Geologie des Hohbergs wurde thematisiert. Im Übergangsbereich zwischen Muschelkalk und Buntsandstein prägen Dolinen – natürliche Einsturztrichter – das Landschaftsbild und schaffen wertvolle Sonderstandorte für Flora und Fauna.

Ein Highlight der Wanderung: Die Entdeckung einer sogenannten „Dachsburg“ – einer Dachshöhle direkt am Wegesrand. Zudem wurden klimaanpassungsfähige Baumarten wie die Elsbeere und Traubeneiche als Beispiel für zukunftsfähige Waldbewirtschaftung vorgestellt.

Gemeinsamer Ausklang mit Austausch

Den Abschluss bildete ein geselliges Beisammensein bei einem kleinen Umtrunk. Die Teilnehmenden tauschten sich über die neuen Eindrücke aus und zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt und Tiefe der vorgestellten Maßnahmen.

 

 

Quelle: Pressemitteilung

PM

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