Ein unkontrollierter Säurekontakt in der Galvanik von Hittech Prontor hat am Mittwochmorgen, 9. Juli, einen Großeinsatz der Feuerwehren im Nordschwarzwald ausgelöst. 70 Einsatzkräfte, Gefahrgutzüge und ein Massenanfall‑Konzept (MANV) mussten 18 Verletzte versorgen und die Lage unter Kontrolle bringen.
Eine routinemäßige Schicht in der Galvanikabteilung des Calmbacher Unternehmens Hittech Prontor nahm kurz vor 9 Uhr eine dramatische Wendung: Ein Stück Eisen geriet in ein 1 000‑Liter‑Becken mit Salpetersäure. Die heftige chemische Reaktion ließ giftige Dämpfe entstehen, die sich rasch in der Halle verteilten. Um 8.56 Uhr alarmierte die Werksleitung die Feuerwehr.
Einsatzleiter Gerhard Wurster forderte umgehend Verstärkung an: Gefahrgutzüge aus Nagold und Pforzheim, die Führungsgruppe der Feuerwehr Calw sowie örtliche Einheiten rückten an. Zeitgleich stellten die Wehren aus Höfen b. Calw und Hochdorf den Grundschutz für Bad Wildbad und Nagold sicher. Insgesamt waren 70 Brandschutzkräfte im Einsatz.
Obwohl die Werkshallen zügig evakuiert wurden, zeigten mehrere Beschäftigte Reizsymptome. Kreisbrandmeister André Weiss löste einen MANV‑Alarm aus. 30 Rettungsdienstmitarbeitende, 15 Fahrzeuge und ein Leitender Notarzt übernahmen die Versorgung. 18 verletzte Personen wurden auf Kliniken in Calw, Nagold und Pforzheim verteilt.
Zwischen den Gebäuden in der Gauthier‑Straße richtete die Feuerwehr eine DEKON‑Station ein. CSA‑Trupps versetzten das Säuregasmisch mithilfe von AdBlue, um es zu neutralisieren. Die Temperatur der Salpetersäure lag bei rund 60 °C und sinkt laut Fachberater Chemie nur langsam – etwa 10 °C innerhalb von 24 Stunden. Eine spezialisierte Fachfirma wurde zur endgültigen Entgiftung hinzugezogen.
Gegen 14.30 Uhr konnten die Wehren abrücken. Die Entscheidung über die Wieder‑Inbetriebnahme des Werks liegt nun bei der Fachfirma. Bürgermeister Marco Gauger dankte allen Kräften für ihr koordiniertes Handeln. Die Polizei war mit zwei Streifenwagen zur Absicherung vor Ort.
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