Die Verkehrsunfallstatistik für das erste Halbjahr 2025 zeigt ein gemischtes Bild: weniger Unfälle und Schwerverletzte, aber mehr Todesopfer. Besonders auffällig ist der Anstieg bei getöteten Pedelec-Fahrern und die weiterhin wachsenden Unfallzahlen mit E-Scootern.

Stuttgart – Die Straßen in Baden-Württemberg verzeichnen im ersten Halbjahr 2025 weniger Verkehrsunfälle und Schwerverletzte, dafür aber mehr Todesopfer. Innenminister Thomas Strobl präsentierte am 8. August die aktuelle Halbjahresstatistik und warnte: „Hier geht es um Menschenleben – das muss in alle Köpfe.“

Die Polizei registrierte insgesamt 150.957 Verkehrsunfälle, ein Rückgang von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Schwer verletzt wurden 2.699 Menschen (-3,8 Prozent), leicht verletzt 17.329 (+3,7 Prozent). Dagegen verloren 188 Menschen ihr Leben – ein Anstieg von 17,5 Prozent. Statistisch bedeutet das: Jeden Tag stirbt in Baden-Württemberg ein Mensch im Straßenverkehr.

Pedelecs: Todesfälle verdoppeln sich

Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei Pedelec-Fahrern: 22 Menschen kamen ums Leben, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr (neun). Rund 73 Prozent der Opfer waren Seniorinnen und Senioren. Strobl betonte, dass mit der steigenden Beliebtheit der Pedelecs auch das Unfallrisiko steige, und sprach sich für mehr Präventionsarbeit aus.

E-Scooter: Unfallzahlen steigen weiter

Bei E-Scootern wurden im ersten Halbjahr 2025 vier Todesfälle registriert (Vorjahr: zwei). Die Gesamtzahl der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen stieg um 44,3 Prozent auf 841. Zwei Drittel dieser Unfälle wurden von den Fahrern selbst verursacht. Besonders betroffen sind junge Menschen zwischen 14 und 24 Jahren, die bei den Schwerverletzten knapp ein Drittel und bei den Getöteten die Hälfte ausmachen.

Hauptursache: Zu schnelles Fahren

Überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit bleibt mit 36 Prozent die häufigste Ursache für tödliche Unfälle. Es folgen Vorfahrtsverstöße (15 Prozent) und mangelnde Verkehrstüchtigkeit (12 Prozent). Im ersten Halbjahr 2025 stellte die Polizei 818.100 Geschwindigkeitsverstöße fest – 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Alkohol und Drogen am Steuer

Während alkoholbedingte Unfälle um 9,4 Prozent auf 1.810 sanken, nahmen drogenbedingte Unfälle um 29,7 Prozent auf 432 zu. Die Polizei zeigte 5.763 Drogendelikte im Straßenverkehr an (+15,8 Prozent). Strobl kündigte an, die Kontrollen konsequent fortzusetzen: „Null Toleranz für Alkohol und Drogen im Straßenverkehr.“

 

 

 

 

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