Der Aussichtsturm „Hohe Warte“ in Pforzheim bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt. Ein Gutachten zeigt gravierende Schäden an der Holzkonstruktion – nun stehen Zukunftsoptionen im Raum.

Pforzheim – Der beliebte Aussichtsturm „Hohe Warte“ in Pforzheim ist in seiner Standsicherheit stark beeinträchtigt. Das bestätigte ein von der Stadt beauftragtes statisches Gutachten, über das Baubürgermeister Tobias Volle in der Sitzung des Ortschaftsrats Hohenwart berichtete. Die Fachleute kamen zu einem klaren Ergebnis: Der Turm muss weiterhin zwingend gesperrt bleiben.

Die Holzkonstruktion des Turms ist durch jahrelange Witterungseinflüsse und fehlende konstruktive Sicherungen stark geschädigt. Es kam zu dauerhafter Durchfeuchtung, Pilzbefall und Fäulnis, wodurch die Tragfähigkeit erheblich reduziert ist. Im schlimmsten Fall könne dies zu Verformungen und letztlich zum Einsturz führen. Eine Reparatur sei nicht möglich, da tragende Elemente betroffen sind.

Ob ein kompletter Rückbau notwendig wird, hängt von weiteren Untersuchungen ab. Sollte sich der Pilzbefall bestätigen, müssten tragende Holzteile ersetzt werden – ein Schritt, der nur durch einen Abbau des Turms erfolgen könnte. Die Gutachter raten von einem Wiederaufbau in gleicher Holzkonstruktion ab und schließen auch eine Wiederverwendung der Holzelemente für andere Bauwerke aus.


Zukunftsszenarien im Gespräch
Baubürgermeister Volle stellte mögliche Szenarien vor:

  • Erhalt des Turms, falls weitere Prüfungen eine Sanierung zulassen.

  • Rückbau, gegebenenfalls mit Neubau eines Aussichtsturms.

  • Rückbau mit alternativer Nutzung des Standorts, etwa für Freizeitangebote.

Klar ist: Eine Verstärkung durch Netze oder Geländer sei nicht möglich, da die Konstruktion keine zusätzlichen Lasten tragen kann. „Die Sicherheit der Menschen steht für uns an oberster Stelle“, so Volle.


Diskussion in den Gremien
Die Entscheidung über die Zukunft der Hohen Warte wird zunächst im Ortschaftsrat Hohenwart, anschließend im Gemeinderat beraten. Beispiele anderer Städte wie der Schönbuchturm in Herrenberg oder der Wurmbergturm im Harz zeigen, dass moderne Neubauten attraktive Alternativen sein können.

Volle betont, dass die Stadt die Öffentlichkeit regelmäßig informieren und den Prozess transparent gestalten wird: „Wir wissen, wie wichtig die Hohe Warte als Ausflugsziel und Identifikationsort für viele ist.“


Hintergrund
Ende 2024 ereignete sich am Turm ein tragischer Suizid dreier Jugendlicher. Daraufhin sperrte die Stadt das Bauwerk vollständig und ließ ein Sicherheitskonzept erarbeiten. Das aktuelle Gutachten sollte sowohl die Standsicherheit prüfen als auch die Machbarkeit zusätzlicher Schutzmaßnahmen bewerten.



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