Zwischen Nordstadt, Eutingen und der A8 liegt mit der Bauschlotter Platte eine der wertvollsten Ackerlandschaften der Region – doch sie gerät zunehmend unter Druck durch neue Gewerbeentwicklungen rund um den Anschluss Pforzheim-Nord.

Bauschlotter Platte: Vom Ackerland zur Gewerbefläche?

Nördlich des Pforzheimer Enztals, zwischen den Stadtteilen Nordstadt und Eutingen, erstreckt sich die Bauschlotter Platte – eine fruchtbare Muschelkalk-Hochfläche, die zu den landwirtschaftlich wertvollsten Böden der Region zählt. Benannt ist das Gebiet nach dem nahegelegenen Ort Bauschlott.

Die Bauschlotter Platte gehört geologisch zur sogenannten Korngäu-Landschaft. Die flachen, nur wenig von Bächen oder Tälern durchzogenen Flächen eignen sich ideal für den Ackerbau, insbesondere für Getreide und Sonderkulturen. Die schwache Zertalung (also die geringe Durchrinnung durch Erosionsgewässer) zeigt, dass die rheinische Erosion in diesem Bereich bisher kaum Fuß fassen konnte – ein Hinweis auf das junge geologische Alter der Oberflächenform.


Boden unter Druck: Gewerbegebiet Hohenäcker

Doch der ursprüngliche Charakter dieser Kulturlandschaft steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Rund um die Autobahnanschlussstelle Pforzheim-Nord (A8) entsteht aktuell das Gewerbegebiet Hohenäcker, das sich zunehmend auf die bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen der Bauschlotter Platte ausweitet. Damit gehen wertvolle Ackerflächen verloren – ein Vorgang, der in ganz Baden-Württemberg, aber besonders im dicht besiedelten Raum um Pforzheim, kritisch betrachtet wird.


Auswirkungen auf Nordstadt und Eutingen

Die nördlichen Bereiche der Stadtteile Nordstadt und Eutingen liegen auf der Bauschlotter Platte und werden unmittelbar von den landschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen betroffen sein. Während Gewerbeansiedlungen Arbeitsplätze schaffen können, stellt sich auch die Frage nach dem Flächenverbrauch, der Verkehrsbelastung und der Zukunft der heimischen Landwirtschaft.


Geologisches und landschaftliches Erbe

Trotz der zunehmenden Bebauung bleibt die Bauschlotter Platte ein wichtiger landschaftsökologischer Raum. Als Muschelkalk-Hochfläche stellt sie einen geologischen Kontrast zum südlich angrenzenden Enztal dar und bildet ein markantes Element im naturräumlichen Gefüge der Region.


Fazit:

Die Bauschlotter Platte ist nicht nur ein landschaftliches Kleinod, sondern auch ein Beispiel dafür, wie wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz in Einklang gebracht werden müssen. Der Verlust von Ackerflächen sollte Grund zur Diskussion über nachhaltige Flächennutzung im Großraum Pforzheim geben.

 

 

 

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